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Mobil-Home - technische Details

Technische Details

Trailer

Basis für alle „Tiny Houses on Wheels“ ist ein geeignetes und passendes Fahrgestell.

Wir haben uns für eine modifizierte Version des zweiachsigen Modells des wohl führenden europäischen Herstellers von Tiny-House-Trailer entschieden. Mit einer Auflagefläche von 7,2 Metern zählt der Trailer zu den größten Modellen für Tiny Houses überhaupt.

Der Trailer ist im Vollbad feuerverzinkt und verfügt über einen sehr verwinderungssteifen Rahmen sowie Achsen und Auflaufeinrichtungen den deutschen Qualitätsherstellers KNOTT.

Die besondere Konstruktion des Rolling Tiny House machte einige Modifikationen insbesondere bei der Vergrößerung der Auflagefläche im Bereich der Deichsel erforderlich, so dass die Gesamtlänge des Rolling Tiny House nunmehr 7,5 Meter zzgl. weiteren 30 cm für den Erker im oberen Schlafloft betragen konnte.

Rahmenkonstruktion

Wie bei jedem Haus ist die Grundkonstruktion von entscheidender Bedeutung für die Stabilität. Anders als bei einem stationären Haus muss ein Tiny House on Wheels“ auch den enormen Kräften, die auf der Straße entstehen, standhalten können. Das Rolling Tiny House basiert deshalb auf einer hochfesten Stahlrahmen-Konstruktion, die innen und außen mit Holz verkleidet wird. Im Standard verfügt das Rolling Tiny House über eine Profilholzfassade auch nordischer Fichte.

 

Als besonders hochwertige Alternative kann das Rolling Tiny House mit eine Thermoholz-Fassade aus heimischer Birke versehen werden. Diese natürliche Behandlung unter Sauerstoffabschluss bei 160-220° C wurde erstmals Anfang der 09er Jahre in Finnland genutzt. Thermisch modifiziertes Holz erfährt dadurch nicht nur eine wunderschöne teakähnliche Farbe sondern auch eine weitestgehende Fäulnisresistenz, wie es sonst nur von Tropenhölzern her bekannt ist. Gleichzeitig kann bis zu 20 % an Gewicht eingespart werden.

Heizung und Isolierung

Aufgabe war es, eine möglichst optimale Kombination einer effektiven Heizung und einer sehr guten Dämmung bei geringem Gewicht und einer nur 12 cm dünnen Außenwand zu finden, die auch die Bezeichnung „winterfest“ tatsächlich verdient hat.

 

Unsere Entscheidung fiel auf eine moderne Infrarot-Heizung, die wir in den Fußboden implementieren. Anders als herkömmliche Heizungssyteme erwärmt Infrarot vornehmlich den Körper und erst in zweiter Linie die Luft. Fachleuten zufolge darf die Raumtemperatur durchaus zwei Grad niedriger sein, um trotzdem seine persönliche Wohlfühltemperatur erreichen zu können. Mit drei elektronisch gesteuerten Kreisläufen im Erdgeschoss, Badezimmer und Schlafloft lässt sich auf diese Weise die gewünschte Wohntemperatur hervorragend justieren. Im Badezimmer ist zusätzlich ein Streifen der Infrarot-Heizung in die Außenwand eingelassen worden, damit sogleich nach dem Verlassen der Dusche eine angemehme Wärme auf den nassen Körper einwirken kann.

 

Passend zum Heizungssystem haben wir uns für eine kombinierte Isolierung entschieden, die Ihren Ansprüchen vollauf gerecht werden sollte. Eine atmungsaktive PUR-Dämmung von bis zu 9 cm Stärke bildet eine solide Basis für Wärme- und Schalldämmung. Zum Vergleich: gegenüber herkömmlichen Wohnwagen mit nur drei Zentimetern Wandstärke erzielen wir eine dreifach bessere Dämmung. Zusätzlich setzen wir eine spezielle Infrarotwärme reflektierende High-Tec-Folie ein, wie sie auch bei Super-Schlafsäcken verwendet wird, die sogar in der Arktis zum Einsatz kommen. Hier sprechen wir nicht mehr von klassischer Dämmung sondern wir werfen mit einer nur acht Millimeter dünnen, mehrschichtigen Spezialfolie die gesunde Infrarotwärme durch Reflektion wieder in den Wohnraum zurück. In dieser Kombinaton von Infrarot-Heizung, High-Tec-Folie und atmungsaktiver PUR-Dämmung konnten wir eine energiesparende und winterfeste Lösung realisieren, wie sie mit herkömmlichen Materialien bei Tiny Houses bislang nicht für möglich gehalten wurde.

 

Alle Außenscheiben sind grundsätzlich als Verbundsicherheitsverglasung vorgesehen, wie es für eine Zulassung für den Straßenverkehr gefordert ist.

Ganz nebenbei sparen wir gegenüber einer herkömmlichen Steinwolle-Dämmung über 75 % des Gewichts ein und bieten zugleich eine bestmögliche Isolierung gegen die sommerliche Wärme.

Dacheindeckung

Bevor wir auf die verwendeten Materialien eingehen, möchten wir gerne auf zwei Besonderheiten hinweisen.

Während im vorderen Bereich ein platzoptimierendes Satteldach mit nur sechs Grad Gefälle zum Einsatz kommt, fließt dieses regelrecht in das achterliche Sattedach mit 30 Grad Gefälle. Diese „Schräge“ folgt dabei dem Treppenaufgang zum Schlafloft und ermöglicht auf diese Weise einen aufrechten Einstieg ohne große Verrenkungen.

 

Zudem wird das Dach erstmals bei einem Tiny House mit einer umlaufenden, innenliegenden Dachrinne ausgerüstet. Wer schon einmal Hausfassade gesehen hat, an denen ein paar Jahre lang der Regen herunterlief, wird so ein profanes Konstrukt einer Dachrinne zu schätzen wissen.

Doch ein anderer Punkt ist hierbei von Wichtigkeit: Die Dachrinne musste zwingend in die Dachkonstruktion integriert werden, weil eine außenliegende Dachrinne die maximale Breite für die Zulassung zum Straßenverkehr überschritten hätte. Die achterlich montierten Fallrohre können vor Antritt einer Fahrt abgenommen werden.

 

Die gesamte Dacheindeckung wird gewichtssparend in lackiertem Aluminium verbaut und grundsätzlich Ton in Ton ausgeliefert. Alternativ können in drei Farben – rot, braun und anthrazit – gewählt werden. Im Rahmen der Sonderausstattung steht zudem eine Alternative in Form eines klassischen Dachziegels – natürlich auch in hochwertigem Aluminium gehalten – zur Verfügung.

Ver- und Entsorgung

Drei Dinge gehören zwingend zu jedem Haus: Strom, Wasser und Abwasser. Dabei sollte von vornherein berücksichtigt werden, dass ein Tiny House kein Wohnwagen ist. Provisorien wie Frischwassertanks ohne Chance auf Trink- oder Kaffeewasser, Chemietoiletten oder sauerstoffverschlingende Gasheizungen und -herde haben nichts mit einem Tiny House zu tun. Ein Tiny House ist in erster Linie ein Haus und erst in zweiter Linie eine Mobilie. Entsprechend haben wir das Rolling Tiny House konzipiert.

Elektrik

Ein Rolling Tiny House wird über einen CEE 32-A-Anschluss versorgt. Der Fachmann spricht hier von einem Kraftstromanschluss mit 400 Volt. Wir nutzen allerdings die drei einzelnen 230-Volt-Phasen als getrennte Kreisläufe, die gesamt mit einem FI-Schalter und jeweils mit einem 16-A-Automaten abgesichert sind. Ein Kreislauf versorgt den E-Herd in der Küche, ein weiterer die Infrarot-Fußbodenheizung und der dritte die Beleuchtung, die Steckdosen und den Heißwasser-Boiler. Serienmäßig liegt jedem Rolling Tiny House ein 10-Meter-Anschlusskabel anbei. Ein im Sicherungskasten eingebauter digitaler Stromzähler kann optional bestellt werden. Sollte an dem Aufstellort des Rolling Tiny House kein CEE-32-A-Anschluss vorhanden sein, empfehlen wir, einen Meisterbetrieb damit zu beauftragen, eine gesonderte Leitung vom Sicherungskasten zu legen. Das kostet nicht viel und dürfte die einfachste und konsequenteste Lösung bieten.

Frischwasser

Bitte erinnern Sie sich an unsere Aussage: ein Tiny House ist ein Haus. Dazu bedeutet aber auch, dass das Trink- und Kaffeewasser aus der Leitung kommt und nicht erst aus der nächstgelegenen Wasserquelle geholt werden muss. Wir setzen einen sogenannten KTW-A-zertifizierten Lebensmittel-Druckschlauch ein, der mit jedem handelsüblichen Wasseranschluss verbunden werden kann. Alle Armaturen im Rolling Tiny House sind als Druckwasser-Armaturen ausgelegt, so dass Sie stets Ihr Trinkwasser sowohl im Badezimmer als auch in der Küche über Ihre Mischbatterien der Marke Grohe zur Verfügung haben. Ein leistungsstarker und energieeffizienter 30-Liter-Boiler sorgt für ausreichend Heißwasser für die Dusche und alle sonstigen Bedürfnisse.

Abwasser

Serienmäßig liefern wir unsere Rolling Tiny Houses mit einem bodenständigen Tiefspüler der Marke Villeroi&Boch sowie einem speziellen nur 8 cm tiefem Unterputz-Spülkasten aus. Der Anschluss erfolgt damit an ein vorhandenes Abwassersystem über handelsübliche 100mm HT-Rohre. 

 

Sollte ein direkter Anschluss nicht möglich sein, verbauen wir andere Systeme. Rundum bedarf die Planung der Abwasser-Entsorgung einer individuellen Beratung und Planung, für die wir stets eine individuelle Lösung parat haben.